Rentner Pferd Hilbert

Ein ganz schön ALTER Tag

Es ist Dienstag und Hilbert, das bin ich, hat viel vor. Als erstes zum Hautarzt, hab da nen Termin – die sollen sich mal meinen Arm ansehen, der sieht komisch rot aus Weiterlesen »

Aus der Wohnung geflogen

Meine Geschichte und wie alles zustande gekommen ist, konntet ihr ja schon im ersten Artikel lesen. Aber wie ich auf die Strasse gelangt bin, ist noch niemanden bekannt. Darüber habe ich mir Weiterlesen »

Er fühlt, wie man spült

Mütter scheinen es als altbekannte und sinnvolle Tradition anzusehen, dass Säuglinge in einem bestimmten Alter permanent im Spülbecken gewaschen werden müssen. Sie überlegen berechtigterweise, ob sich Ihr Gatte aus diesem Grund gelegentlich an den Spültisch heranschleicht, um heimlich seinen großen Zeh in Ihre Einbauspüle zu tunken. Er nennt das sukzessive Annäherung, Sie bezeichnen es als Spätfolge.

Anbieter wie Hagebau und Otto dürften eher positiv von ihren erfolgreichen Firmengeschichten beeinflusst worden sein. Hat man die Ausführung der Hahnloch-Bohrungen erfolgreich gemeistert, steht dem spritzigen Spültisch nichts mehr im Wege.

Ganz im Gegensatz zu eher fetischistischen Veranlagungen Ihres Gemahls gibt es nämlich noch Individuen, bei denen ein Korbventil nicht sofort orgiastische Krämpfe hervorruft.

Sie werden uns vielleicht nicht abkaufen, dass sich auch Ihre Mutter in der Küche für gewöhnlich damit beschäftigt hat, wie effizient sie ihr Geschirr am Spültisch reinigen kann. Dass dies keinerlei Auswirkungen auf die Hygiene Ihrer Kochstube gehabt hat, bedauern wir natürlich sehr.

Berater von www.hagebau.de, www.einhebelmischer.org und www.otto.de haben sicherlich eine Erklärung für den Schlamassel: Sie benötigen einfach einen Spültisch, der nicht sofort Assoziationen mit unansehnlichen Metallklumpen hervorruft.

War Ihre alte Kücheneinrichtung noch ziemlich ätzend, so haben Sie nun einmalige Chancen, einen von Säuren und Laugen unbeeindruckten Spültisch zu erwerben. Und das dürfte nicht nur für den nächsten Besuch des giftigen Schuldeneintreibers interessant sein.

Ein ganz schön ALTER Tag

Rentner Pferd Hilbert

Es ist Dienstag und Hilbert, das bin ich, hat viel vor. Als erstes zum Hautarzt, hab da nen Termin – die sollen sich mal meinen Arm ansehen, der sieht komisch rot aus und überhaupt fühlt sich meine Haut an wie nach einer Behandlung mit einem Schwingschleifer für 12,99 Euro. Mit Termin kann nichts passieren, weit gefehlt.

Meine Lieblingsladen ist zu

So heute lege ich aber richtig los. Das Wetter ist Scheiße und Freunde habe ich auch noch keine Neuen finden können, also wo ist man besser aufgehoben, als bei Achmed, dem Internetcafe-Betreiber. Schon hässlich der Typ. Zum Glück kann der kein Wort Deutsch lesen, aber egal. Neben Achmed sein Cafe, gibt es ein Schlecker, mein Lieblingsladen in der Strasse. Wie ich jetzt aber erfahren habe, wird der Laden dicht gemacht. Warum? Schlecker ist Insolvent. Und nun, dass war ich auch und habe seitdem auf der Strasse gelebt.

Gleiches könnte doch Schlecker jetzt auch machen. Alle Waren auf die Strasse und dort verkaufen. Spart bestimmt unmengen an Mietausgaben. Naja, ok sehr realistisch klingt die Sache nicht, aber ein Test wäre es wert. Das einzige Problem was ich dann sehe, sind die Nächte. Ich glaube kaum, dass die Verkäuferinnen, sich Nachts hinstellen und verkaufen wollen. Ein Abhilfe wären dort einige meiner alten Weggefährten. Die haben auch auf meinen Karton immer aufgepasst. Sind vollkommen vertrauenswürdig die Säcke. Naja war nur eine Idee. Bis dann eurer Hilbert…

Angst in meine neuen Wohnung

Es ist schon eine Weile her, da habe ich euch erzählt, dass ich einen Job annehmen werde. Es hat alle super geklappt und ich bin endlich in der normalen Welt an gekommen. Dennoch gibt es die nächsten Probleme. Da ich jetzt endlich Geld verdiene, bin ich mit meinem Karton in eine nahegelegenden Wohnung gezogen. Dort ist es gerade im Winter, sehr schön auszuhalten. Jetzt bekomme ich aber dauerend Post von “GEZ” , wer immer das auch sein mag und in meiner neuen Wohnung wimmelt es vor Ungeziefer. Besser gesagt, von ekligen Spinnen. Ich hasse Spinnen und sollte ich sagen ich habe Angst vor denen.

Wiki lässt einem bekanntlich nicht dumm sterben, also habe ich mich dort auf die Suche gemacht, unter was ich leide. Der Mist nennt sich Arachnophobie und kann sich doch niemand merken. Jedenfalls muss ich dagegen was tun, weil ich sonst auf der Strasse hätte wohnen bleiben, denn ich hause noch immer in meinem Karton. Macht euch jetzt ruhig lustig, aber die Angst vor Spinnen, kann besiegt werden. Glaub ich zumindestens.

Das Netz ist ja voll von Ideen, die die Menschheit nicht braucht. Deshalb muss man schon genauer suchen, um was brauchbares zu finden. Mit einem Ratgeber probiere ich jetzt die Spinnenphobie überwinden zu können. Ob mir das gelingt, werdet ihr in den nächsten Wochen und Monaten erfahren. Bis dahin sage ich einfach mal Tschüß und Good Bye euer Hlbert.

Brötchen auf Reisen

Hallo mein Name ist Brötchen, Tafel Brötchen und ich stamme aus einer Familie mit sehr sehr langer History. Meine Eltern Mehl und Wasser gibt es ja schon seit einigen Hunderten von Jahren.

Fangen wir mal an wie ich überhaupt entstanden bin. Ein netter Bäcker hat meine Eltern zusammen verknetet und hinzu kamen noch etwas Salz und Hefe. Dann wurde ich massiert, lange massiert ohh war das schön. So eine Massage hat etwas total Entspannendes. Aber irgenwann ist auch die beste Massage zu Ende und ich muss auch gestehen, dass es einen nervt, immer wieder durchgeknetet zu werden.

Tafelbrötchen

Tafelbrötchen

Der Bäcker formte mich und viele meiner Brüdern und Schwestern zu runden Kügelchen und schnitt mir meine Kopfform zurecht. Irgendwie sehen wir alle gleich aus, aber dennoch sind alle aus meiner Familie unterschiedlich.

Dannach ging es, ich glaube es war ein Solarium, zum Sonne tanken. Ohh man habe ich geschwitzt und meine Haut veränderte sich. Sie wurde goldbraun und richtig knusprig. Endlich raus aus dem heißen Gerät, wurde mir ganz schön kalt. Von überall kam die Kälte und ich wurde fast schockgefroren. Da habe ich die Hitze doch viel lieber gehabt.

Jedenfalls bin ich mit weiteren vier Geschwistern in einen Sack gepackt worden. Vielleicht waren wir ja für was besonderes auserwählt. Wir sahen alle einzigartig hüsch aus und dennoch total unterschiedlich. Auf meine Frage, was nun passiert, bekam ich von den viern auch keine Antwort.

Ein Fahrer lud uns dann und viele anderes Säcke in einen, wie sollte es anders sein, Kühltransporter. Die Reise dauerte ewig, jedenfalls kam es mir so vor. Vollig dunkel und kalt, das ist garnichts für mich. Bei der nächsten Reise, werde ich einen Fensterplatz mit Heizung buchen. Endlich schien wieder Licht rein und der Fahrer lud uns alles aus. Hmm, vielleicht eine Großveranstaltung unserer Familie? Dem war leider nicht so, wie es sich später herausstellte.

Kaum das Sonnenlicht wiedergesehen, schon ging es erneut in eine dunkle, kalte Kiste Names Kühltruhe. Wird mit Sicherheit kein dicker Kumpel von mir. Immer wieder ging die Klappe von der Kühltruhe auf und zu und die mitgereisten Geschwister wurden rausgenommen und kamen nie wieder. Eventuell wurden die ausgezeichnet oder sowas in der Art. Mit uns waren nur noch 3 solcher Säcke in der Kühltruhe und dann ging erneut die Klappe auf. Diesmal wurde unser Sack genommen. Mist nur Platz 3, naja die anderen 4 waren nicht wirklich hübsch, da konnte ich es verstehen, doch ich… hmmm. Hundertprozentig wurde ich vertauscht und kam in einen falschen Sack. Aber das kläre ich, wenn ich auf der Bühne stehe.

Leider ging es nicht auf eine Bühne, sondern wiedermal ins Solarium. Nach soviel Kälte und Dunkelheit eine Wohltat für die Seele. Kurze Zeit später war es dann aber auch wieder vorbei. Wir kamen mit einigen anderen Brüdern und Schwestern in einen großen Korb und immer wieder nahmen irgenwelche Hände einige raus.

Ich schrie immer “Hier nimm mich, ich bin der Bestaussehenste” und “Suchst du einen Gewinner? Greif zu.” Ein kleines Mädchen scheint mich gehört zu haben und griff ganz fest zu. Ist die noch zu retten, die zerdrückt mich doch. Dann fing sie auch noch an mich voll zu sabbern und AUTSCH sie beißt sogar. Die Menschen spinnen doch.

Mit dem Mädchen ging es dann nach Hause. Vollgesabbert und Zerbissen landete ich neben meinen allerbesten Freund im Brotkasten. Er hatte nur einen Namen, was ich echt nicht verstehen konnte, da er viel Größer war als ich. Vollkornbrot… ich nannte ihn immer Volli, was ja viel cooler klang.

Es war die schönste Zeit in meinem Leben. Wir erzählten uns alles, was wir erlebt hatten. Volli kam aus einer richtigen Bäckerstube und bestand aus Sauerteig bäääh. Hört sich eklig an. Der Volli wurde immer wieder rausgenommen und wurde dabei immer kleine, was ich bis heute nicht verstanden habe. Was machen die mit dem? Mittlerweile war Volli so große wie ich. Eines Morgens stellte ich dann fest, dass ich krank bin. So eine grünes Zeug wuchs an meinem ganzen Körper und ich roch auch etwas komisch. Auch bei Volli wucherte es. Unsere Zeit scheint vorbei zu gehen.

Wiedermal ging die Klappe auf. Eine wahre Wohltat endlich frische Luft. Dort sah ich Volli das letzte mal. Jemand befreite mich von dem grünen Wuchs am Körper und ich landete in einem Hamsterkäfig, wo ich restlos verschwunden bin. Dauernd wurde an mir rumgekaut, bis es nichts mehr gab bis auf ein paar Krümel am Boden. Ach so ein Leben als Brötchen ist schon ganz schön schwer. Lasst es euch schmecken…

Hilbert sucht sich einen Job

Damit ich nicht weiter in so einem Karton wohnen muss, hab ich mir was überlegt. Obwohl er ja eigentlich sehr gemütlich ist, den Karton meine ich, und außerdem hab ich ihn seit kurzem auch schön dekoriert mit solchen Klebebildchen aus irgendeiner Kinderzeitschrift, aber TROTZDEM. Schon eine tolle Erfindung! Wie machen die das nur? Oh Mann, jetzt schweife ich aber schon wieder vom Thema ab. Jedenfalls möchte ich ein wenig exportieren oder expandieren oder wie das heißt.

Also, ich möchte mich einfach weiter entwickeln. Werde ja auch nicht jünger und habe langsam Rücken. Aber genug gejammert, Hilbert ist ja kein kleiner Dummer. Ich werde umziehen und zwar in eine Garage!!! Ja damit habt ihr jetzt nicht gerechnet, bin halt ein Käpsele, wie mein schwäbischer Türkenfreund sagen würde. So, um diesen Plan zu verwirklichen brauch ich aber notgedrungen bisschen Geld. Leider bringt Flaschenpfand sammeln und kleine Kinder erpressen nicht wirklich viel, aber mein neuer Kumpel Frank der Gerichtsvollzieher, hat mich auf eine Idee gebracht.

Ich werde Rechtsanwalt und verklage als erstes mal den Frank, weil er mich so geärgert hat. Die Ausbildung hab ich auch schon fertig. War ganz schön anstrengend! Sehr viel zum Lernen auf Wikipedia und ich glaub, ich hab alles verstanden. Bin jetzt also geprüfter Rechtsanwalt und Fürsprecher. Dann kann es ja losgehen. Aber ich muss natürlich auch passend gekleidet sein, sonst erkennt mich ja keiner und das wäre ja doof! Für meinen neuen Job als Anwalt habe ich auch schon die passenden Roben gefunden und bei Frau Gaga den Laptop voll gesabbert.

Mit so einer Robe sehe ich bestimmt toll aus, aber die Auswahl ist so groß. Doch für mich, wie immer nur das Beste und deshalb nehme ich die Premium-Line Robe aus Kaschmir- und Merinowolle und einem Besatz aus reiner Seide. Toll, gefällt mir und hab ich sofort bestellt. Jetzt muss ich noch warten, bis meine neue schicke Robe kommt und dann beginnt mein Leben als Rechtsanwalt. Ich werde euch auf dem Laufenden halten…

Aus der Wohnung geflogen

Meine Geschichte und wie alles zustande gekommen ist, konntet ihr ja schon im ersten Artikel lesen. Aber wie ich auf die Strasse gelangt bin, ist noch niemanden bekannt. Darüber habe ich mir mal wieder das Ding zwischen den beiden Ohren ausgequetscht, damit auch ihr bald mit mir zusammen in einem Karton wohnt.

…wir schreiben das Jahr 1998… Hilbertischer Logbuch Eintrag 112554…

Wie immer habe ich keine Miete bezahlt, nun ist es schon der 109 Monat infolge und immer konnte ich die Schuldeneintreiber und Inkasso-Fuzzies abwimmeln. Vor zwei Tagen holte ich einen uminösen Brief aus meiner Büchse, welche als Briefkasten dient. Damit ich nicht immer von irgendwelchen Behörden und Personen belästigt werde, stelle ich die Büchse täglich an einen anderen Ort. Nach 11 brieflosen Monaten, wurde die Büchse gefunden. “Erinnerung an mich selbst: Büchse mit in die Wohnung nehmen, dort findet sie niemand” Jedenfalls soll heute Besuch kommen… Ein Herr Gerichtsvollzieher, was ein dummer Name. Ich würde mich umbenennen. Aus dem Brief selber bin ich bis heute nicht schlau geworden… Räumungsklage, Zwangsräumung, Vermieterpfandrecht, Mietschulden und so weiter…

Nichteinmal die Gaga, meine Nachbarin, wurde daraus schlau und sie hat einen 6. Klasse-Abschluss. Also eine wirklich schlaue Lady. Jedenfalls wartete ich auf Frank Gerichtsvollzieher und habe sogar noch einen Altkleidercontainer nach guten Klamotten durchwühlt. Jedenfalls kam der Frank, wir waren gleich per du, jedenfalls ich, er meinte immer was das geduze soll. So ein Spießer, kommt als Gast und stellt Anforderungen. So ein Depp…

Nach 2 Minuten schmiss ich Frank raus, aber der hatte Bodyguards der Firma Polizei (stand auf dem Rücken) dabei. 3 von denen packen mich… KRACH,BUMM,RATATEM wie bei den Batman Trickfilmen, knallte es in der Höhle des Hilberts, aber aller Widerstand brachte nichts. Wie ihr ja wisst, wohne ich jetzt in einem Karton…

Start des Life-Blogs

Vor einiger Zeit saß ich, Hilbert, Alter unbekannt, man geht davon aus, dass ich zwischen 30 und 40 Jahre alt bin, vor meinem Personal-Computer, der neuerdings PC abgekürzt wird, und dachte darüber nach, wie ich über das Leben berichten kann. Ich entschloß mich kurzerhand dazu, einen Blog zu starten. Nachdem ich 1999 den festen Entschluß gefasst habe, gab es auch noch viele weitere Überlegungen, die mich bis heute daran hinderten, meinen Lebensblog zu starten.

Was euch erwartet, kann ich euch überhaupt noch nicht sagen. Soweit ist die Planung noch nicht fortgeschritten, aber meine Gehirnwindungen arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Bis zum Start von A-Z Life hat es ja auch erst nur einige Monde und Klimawechsel gegeben. Jetzt nicht hetzen, dann bekomme ich Blutdruck und die ganze, zügig voranschreitende, Umsetzung geht den Bach runter. Das soll es erst einmal zum Blog gewesen sein, komme ich zu etwas viel Wichtigerem: MEINER PERSON

Zu meiner Person:

hilbertVorname: Hilbert

Nachname: wir waren arm und mussten ihn verkaufen

Alter: zwischen 30-40 (die Geburtsturkunde wurde gekocht, als nichts zu Essen im Haus war)

Wohnort: die Kiste steht zwischen Nordsee und Alpen, durch die extremen Unwetter weiß ich nie, wo ich morgen aufwache)

Familienstand: 3mal mit meine Schwester verheiratet, 1mal mit meinem Cousin, derzeit mit der Mutter leiirt

Kinder: Kürzlich erst die 29ste Vaterschaft anerkannt.

Aussehen: Habe mich in einer Pfütze nachgezeichnet, siehe Rechts oder Links, weiß ja nicht mit welchem Auge ihr draufschaut.

Schulstand: Genau beim Eingang stand ich täglich.